DNA-Untersuchung öffnet neue Aussichten auf unsere Familiengeschichte.

Die Beschränkungen der Archivuntersuchung

Seit Jahr und Tag bilden die Archivuntersuchungen die Grundlage für die Kenntnisse über unsere Vorfahren. Mit viel Geduld und Bemühungen und ein bißchen Glück kann man aus Archiven Jahrhunderte Familiengeschichte aufstöbern und das ist für Viele eine faszinierende Tätigkeit.

Für unsere Familie hat die Archivuntersuchung viele interessante Daten abgeworfen. Meinten wir zuerst unsere Wurzeln sollten in Deutschland liegen, bald kam ans Licht, daß wir weiter suchen sollten. Im Jahre 1763 wurde unser Geschlecht Danz in Deutschland eingeführt von einem Messerschleifer aus Savoyen, der zu einem Feldlazarett einer Französichen Armee gehörte, wahrscheinlich als Schleifer der chirurgischen Instrumente. Am Ende des Siebenjährigen Krieges (1756-1763) wurde diese Armee in Köln aufgelöst. Sein Name war nicht Danz, sondern Joseph Donche. Er heiratete in Köln eine deutsche Witwe, Catharina Leymans, und ließ sich da nieder als Scheren- und Messerschleifer. Der Name Danz kommt hervor bei der Taufe der ersten vier Kinder, die der Reihe nach ins Taufregister eingetragen wurden als Antonius Josephus Danche (1765), das totgeborene Kind Dans (1767), Josephus Danse (1768) und Joannes Dantz (1775). Das 't' verschwindet allmählich. Im Jahr 1801 finden wir zum erste Mal den Namen Danz, aber noch im Jahr 1861 wird ein Kind als Dantz eingeschrieben.

Joseph Donche kam aus einem kleinen Dorf, Viuz en Sallaz, und da führt die Archivuntersuchung uns zurück bis etwa 1610. Dann kommen die Grenzen der Archivuntersuchung in Sicht, denn da enden die kirchlichen Archive mit ihren Tauf- und Heiratsregistern. Zwar gibt es frühere Daten, wie die 'Gabelle du Sel' aus 1561, worin die Bevölkerung registriert wurde zwecks der Salzbesteuerung. Aber das 'Loch' zwischen 1561 und 1610 ist gerade zu groß um die Registrierungen miteinander in Verbindung bringen zu können. Da kam das Glück mir zu Hilfe. Ich fand in Annecy eine notarielle Heiratsurkunde aus dem Jahr 1606 von André Donchoz dit Reybaz und Nicollarde Decollonges dit Mullinet. Die Kinder dieses Ehepaares fand ich in den kirchlichen Registern und der Vater des André wurde auch in der Urkunde genannt, womit wir zurückgekommen sind bis etwa 1560. Ein Zusammenhang mit der 'Gabelle' ist leider nicht gefunden worden.

Aber es gibt mehr Familien Donche in Savoyen. Im Dorf St. Jean de Tholome, vier Kilometer südlich von Viuz, fand ich eine Familie Donche, die in den Archiven zurück zu finden war bis rund 1696. Aus dieser Familie stammt Monique Donche, der ich schon bei unserem ersten Besuch im Jahr 1993 begegnete und womit wir seitdem angenehme und vielfältige Kontakte haben. Wir nennen uns von Anfang an mehr oder weniger scherzhafterweise 'cousin' und 'cousine', aber eine Bestätigung unserer erhofften Verwandtschaft war in den Archiven nicht zu finden. Zur Zeit der Gabelle du Sel sind keine Donches registriert in St. Jean.

Auch in einem anderen Dorf, St. André de Boëge, etwa fünf Kilometer Luftlinie nördlich von Viuz, findet man Donches. Dieser Zweig geht in den Büchern zurück bis 1595. Eine Verwandtschaft mit den Donches aus Viuz und St. Jean ist in den Archiven nicht gefunden. Wohl sind in der Gabelle du Sel in St. André schon zwei Familien mit dem Namen Donche erwähnt.

Dann werden die Beschränkungen der Archivuntersuchung doch wohl spürbar. Aber die Archivuntersuchung hat weitere Beschränkungen. Sie gibt die 'zu Papier gebrachten' Familienverbände wieder, aber stimmen die wohl mit den wirklichen, biologischen Verbänden überein? Schwangere Bräute sind mehr Regel als Ausnahme, und das Kind wird dem jungen Ehemann zugeschrieben. Aber ist er wirklich der Vater? Wenn eine ledige Mutter heiratet, wird ihr Kind öfters vom neuen Gatten anerkannt. Aber ist er wirklich der Vater? Und auch in den besten Familien ist eheliche Untreue nicht ganz auszuschließen. Unter Genealogen wird öfters gesagt: 'Mutterschaft ist eine Wissenschaft, Vaterschaft ist ein Glaube'. So können vermeintliche Verwandtschafte in die Archive geraten, die es in Wirklichkeit gar nicht sind.

Die Möglichkeiten der DNA-Untersuchung

Seit einigen Jahren werden interessante Erfolge von DNA-Untersuchungen präsentiert. Es ist allgemein bekannt, daß bei der Fortpflanzung das Y-Chromosom, das das Geschlecht des Kindes bestimmt, unverändert vom Vater auf den Sohn übertragen wird. Mutation darin kommt vor, genug um Unterschiede auf den sehr langen Termin zu ermöglichen, aber so wenig, daß Verwandtschafte die Jahrhunderte zurück gehen, sichtbar zu machen sind. Anfangs war die Technik mühsam und kostspielig. Es wurden damit nur wissenschaftliche Projekte durchgeführt, allmählich hat diese Analyse sich entwickelt zu einem handlichen Prozess, das für genealogische Zwecke angeboten werden kann und dessen Preis in jeder Beziehung angemessen ist.

Eine Amerikanische Firma, 'Family Tree DNA', die diese Untersuchungen in Zusammenarbeit mit der Universität von Arizona durchführt, hat in diesem Bereich einen großen Namen erworben. Auf Anfrage sendet sie Interessenten bequeme Testkits zu, womit Speichelproben entnommen werden können. Diese werden in ihren Laboren untersucht, wobei das Y-DNA oder das mitochondrial DNA analysiert wird, oder beide. Eine derartige Analyse kann ausgeführt werden auf 12, 25, 37 oder 67 'Markern'. Die Anzahl der untersuchten Marker erhöht die Genauigkeit, aber selbstverständlich auch den Preis der Untersuchung. Mitochondriales DNA wird unverändert von der Mutter auf ihre Kinder übertragen, was für eine Untersuchung in der weiblichen Linie sehr interessant aber in unserem Fall nicht anwendbar ist.

Eine derartige Untersuchung kann man individuell machen lassen, wobei die Resultate verglichen werden mit allen anwesenden Profilen in ihrer umfangreichen Datei. In diese sind schon über 200.000 Testresultate aufgenommen worden. So kann man zuweilen unvermutete Hinweise auf verwandtschaftliche Verbindungen finden. Ausserdem kann aus diesen Resultaten die 'Haplogruppe' bestimmt werden, die Bevölkerungsgruppe wozu man ursprünglich, schon seit vielen Tausenden Jahren gehört, und wie diese Gruppe über der Erde gezogen ist. Darauf ist das 'Genographic Project' gegründet, eine weltweite Untersuchung nach Bevölkerungsmigrationen, daß ausgeführt wird in Zusammenarbeit mit 'National Geographic'.

Aber was für uns besonders interessant ist, man kennt die 'Nachname-Projekte', wobei Personen mit gleichen oder ähnlichen Nachnamen untersuchen lassen können, ob sie ausser ihren Nachnamen auch gemeinsame Vorfahren haben. Durch Teilnahme als Gruppe kommt man in Betracht für einen Preisnachlaß, ausserdem kann ein Mitglied der Gruppe als 'group administrator' angemeldet werden, der über alle Resultate auf dem Laufenden gehalten wird und als Koordinator auftreten kann. Man erklärt, daß wenn Personen mit gleichen Nachnamen alle 12 der 12 untersuchten Marker identisch haben, es für 99 % sicher ist, daß die von einem gemeinsamen Vorfahren abstammen. Selbstverständlich kommen für ein derartiges Projekt nur männliche Namensvetter in Betracht, weil die Untersuchung auf das Y-DNA gegründet ist.

Die Ausführung der Untersuchung

Je mehr ich darüber gelesen hatte, umso mehr ist mein Interesse gewachsen und es setzte sich immer mehr in meinen Kopf, mal zu versuchen, ob die hiervor genannten Probleme auf diese Weise zu klären wären. Im April 2008 habe ich den ersten Schritt getan. Ich habe ein 'Nachname-Projekt' angemeldet mit dem Name 'Donche' und als abgeleitete Namen 'Danz' und 'Dantz' und mich selbst als 'group administrator' benannt. Daraufhin habe ich 8 Testkits bestellt, wovon ich selbsverständlich direkt nach Empfang den ersten Test selbst angewendet habe. Mit dem Rest in meinem Koffer sind wir im Juni 2008 abgefahren nach Viuz en Sallaz für einen kurzen Urlaub mit genealogischen Nebengedanken.

Da habe ich versucht, aus allen drei Familien Donche einen männlichen Vertreter zu finden, der bereit wäre, eine Speichelprobe zum guten Zweck zur Verfügung zu stellen. Unsere Monique war dabei nicht mit Gold bezahlbar. Mein Französich von der Schule ist ziemlich gut erhalten, aber bei diesem Thema sind soviele spezifische Worte und Begriffe im Spiel, daß von meinem Gestammel nur wenig Überzeugungskraft übergeblieben wäre. Aber es stellte sich heraus daß Monique sich gut vorbereitet hatte und sie erzählte alles so überzeugend, daß ich es sogar auf Niederländisch nicht besser gekonnt hätte. Ausserdem strahlt sie als ehemalige Lehrerin eine anständige Autorität aus und das reichte aus um uns schnell einzuführen, auch bei Unbekannten.

Aus zwei der drei Zweige konnten wir uns ohne viel Mühe die erforderlichen Proben beschaffen. Der dritte Zweig war der aus Viuz. Davon stammen wir in gerader Linie ab und faktisch sollte mein eigenes DNA ausreichen. Aber unter Berücksichtigung der voher genannten Unsicherheiten in den Abstammungsreihen hätte ich gerne auch einen französischen Vertreter in die Untersuchung einbeziehen wollen. Davon kam nur einer im Betracht, Maurice Donche aus Viuz en Sallaz, 86 Jahre alt, unverheiratet und ohne Kinder, der letzte Mohikaner! Mit ihm hätte ich eine Kontrolle über 11 Generationen, zurückgehend bis 1689. Es zeigte sich daß er mittlerweile in einem Pflegeheim wohnte und er empfing uns sehr gastfreundlich. Aber von DNA wollte er nichts hören. Am 28 Februar 2009 ist er im Krankenhaus von La Tour gestorben! Glücklicherweise habe ich aus dem gleichen Zweig in Köln einen Nachkommen gefunden der wohl mitmachen wollte. Damit ist doch eine Kontrolle von diesem Zweig gefunden über 8 Generationen, der zurück geht bis 1766.

Die Proben sind sofort nach unserer Heimkehr am 17. Juni nach Houston zum Versand gebracht worden. Dann hat das Warten angefangen. Nach unserer Abfahrt hat Monique noch ein Mitglied der Familie gefunden, das bereit war mitzumachen, womit eine Kontrolle des ältesten Zweig aus St. André de Boëge ausgeführt werden konnte über 8 Generationen, zurückgehend bis 1707. Glücklicherweise hatte ich von den vier unbenutzten Testkits zwei bei ihr zurückgelassen und sie hat ausgezeichnet dafür gesorgt, daß die Proben genommen und mir zugeschickt wurden. Auch diese sind mittlerweile nach Houston übersandt worden.

Die Teilnehmer

Die nachstehenden Personen haben am 'Nachname-Projekt' teilgenommen:

Pierre Marcel André Donche.

Pierre ist geboren im Jahre 1926 und wohnt in St. André de Boëge. Er ist verheiratet mit Marie Thérèse Bellosat. Sie haben drei Kinder, Jacky (1958), Hervé (1959) und Fabienne (1964).

Er gehört zum Zweig Donche aus St. André de Boëge, der zurückgeht auf Estienne Donche-Reybaz, der geboren ist im Jahre 1595.


Charles Donche


Charly ist geboren im Jahre 1945 und wohnt in St. André de Boëge. Er ist Bankangestellter und er ist unverheiratet.

Auch er gehört zum Zweig Donche aus St. André de Boëge, der zurückgeht auf Estienne Donche-Reybaz, der geboren ist im Jahre 1595.


Jacques André Donche


Jacqy ist geboren im Jahre 1953 und wohnt in Bonne. Er ist Metalldreher und ist unverheiratet.

Auch er gehört zum Zweig Donche aus St. André de Boëge, der zurückgeht auf Estienne Donche-Reybaz, der geboren ist im Jahre 1595.

Sein Test ist auf 37 Markern erweitert.


François Donche

François ist geboren im Jahre 1948 und wohnt in St. Jean de Tholome. Er ist Bauunternehmer. Er ist verheiratet mit Thérèse Jolivet. Sie haben 2 Söhne, Nicolas (1975) und Sébastien (1979).

Er gehört zum Zweig Donche aus St. Jean de Tholome, der zurück geht auf Joseph Donche dit Baron, geboren rund 1696.


Franz Michael Danz

Michael ist geboren im Jahre 1947 und wohnt in Köln. Er ist Beamter. Er ist verheiratet mit Gisela Elisabeth Paulus. Sie haben 2 Söhne, Thomas (1975) und Thorsten (1979).

Er gehört zum Zweig Donche aus Viuz en Sallaz, der zurück geht auf Pierre Donchoz dit Reybaz, geboren rund 1560.

Sein Test ist auf 37 Markern erweitert.


Peter Danz

Ich bin geboren im Jahre 1933 und wohne in Gouda. Ich bin Diplomingenieur. Ich bin verheiratet mit Riet van den Berg. Unsere 3 Kinder, Sanne (1961), Michiel (1963) und Josse (1965-2009).

Auch ich gehöre zum Zweig Donche aus Viuz en Sallaz, der zurück geht auf Pierre Donchoz dit Reybaz, geboren rund 1560.

Auch mein Test ist auf 37 Markern erweitert.



Die Ergebnisse

Zu meinem Erstaunen trafen die Ergebnisse der gleichzeitig eingesandten Proben nicht zugleich ein. Die ersten erhielt ich am 5. August 2008. Von zwei Vertretern des Zweiges aus St. André de Boëge. Beide Bingo… Match auf allen 12 untersuchten Markern. Und der Erfolg war komplett, als zwei Wochen später der Rest folgte. Alle eingeschickten Proben waren völlig identisch bei den 12 untersuchten Markern. Am 25. September traf das Resultat der zuletzt geschickten Probe ein. Auch diese war auf alle 12 Markern identisch. Damit ist nachgewiesen, daß alle diese Zweige der Familie Donche einen gemeinsamen Vorfahren haben, der vor 1560 gelebt haben muß.

Im Jahre 2011 ist von drei Teilnehmer die Analyse der Muster erweitert von 12 auf 37 Markern. Auch jetzt stimmen die Profile völlig überein, eine wesentliche Verbesserung der Zuverlässigkeit der Untersuchung.

Aus diesen Resultaten zeigt sich, daß die zu Papier gebrachte Genealogie völlig übereinstimmt mit der biologischen. Wir haben also keine falschen Schlußfolgerungen aus den gefundenen Dokumenten gezogen und in der Abstammung kommen keine Kinder vor, deren 'offizieller' Vater nicht der biologische Vater ist. Fünf Jahrhunderte eheliche Treue in sechs Linien. Eine schönere Unterstützung der jahrenlangen Forschungsarbeit ist wohl kaum denkbar.

Unsere fernen Vorfahren

Die Haplogruppe die ausgehend vom Y-DNA-Profil festgestellt ist für die untersuchten Personen und bestätigt ist in einer sogenannten 'deep clade'-Analyse, ist die Gruppe I1. Diese trifft für die ganze Familie Donche/Danz zu. Daraus läßt sich die Migration unserer fernen Vorfahren über die Erdkugel rekonstruieren aus Afrika, daß als Pflegestätte des modernen Menschen betrachtet wird. Diese Migration soll etwa wie folgt verlaufen sein:


  1. 'Adam', unser frühester Vorfahr, etwa 50.000 Jahre her
    Er lebte in Nordost-Afrika in der Umgebung des Großen Afrikanischen Grabenbruches, möglicherweise im heutigen äthiopien, in Kenia oder Tansania. Nach der Afrikanischen Eiszeit wurde die Sahara heiß und trocken und die Bewohner folgten dem besseren Wetter und den Tieren, die sie jagten, in nördliche Richtung.
  2. Der Zug durch den Mittleren Osten, etwa 45.000 Jahre her
    Die ersten Menschen, die Afrika verließen folgten einer Route den Küsten entlang, die schließlich in Australien endete. Unsere Vorfahren gehörten der zweiten Migrationswelle an, die den ausgedehnten Grassteppen und dem überflüßigen Wild folgten zum Mittleren Osten durch den derzeitigen Iran und weiter.
  3. Den Balkan eingenommen, etwa 20.000 Jahre her
    Während andere Gruppen östlich zogen bis Korea hin, oder nördlich in Richtung Anatolien, zog die Gruppe, zu der unsere Vorfahren gehörten, weiter nach Nordwesten zum Balkan und breitete sich in Zentral Europa aus. Wahrscheinlich brachten sie die 'Gravettekultur' über Nord-Europa.
  4. Das überleben der Eiszeit, 20.000 bis 15.000 Jahre her
    Während der letzten Eiszeit suchten unsere Vorfahren, wie viele Europäer, Zuflucht vor den massiven Eismassen, die den Kontinent bedeckten, auf der Iberischen Halbinsel. Dort fanden sie gemäßigte eisfreie Ausweichstellen.
  5. Der Zug nach Norden, etwa 15.000 Jahre her
    Nachdem das Eis sich zurückgezogen hatte verließen die Bewohner der Ausweichstellen die Iberische Halbinsel. Durch sie wurden jetzt andere Teile des eisfreien Europas wiederbevölkert.
Diese Daten sind aus dem Genographic Project von National Geographic und IBM entnommen. Wer darüber mehr wissen will verweise ich gerne zur Website des Genographic Projects und zum vollständigen Bericht, daß man beliebig online lesen oder abdrücken kann.

Wie jetzt weiter?

Nützt es, daß noch weitere Mitglieder der Familie einen Test verlangen? Davor möchte ich warnen. Die Hauptlinien der 'gemeinsamen Vorfahren' bis zu den Vertretern der vier untersuchten Zweige haben sich bewährt, und jeder kennt seine Abstammung in Bezug auf diese Hauptlinien. Was kann jetzt eine individuelle Untersuchung noch bringen ? Eine Bestätigung des gefundenen Erfolges oder... eine Abweichung. Und eine Abweichung kann kaum etwas anderes bedeuten als daß in dem kleinen Stückchen bis zur Hauptlinie eine Vaterschaft nicht stimmt. Und wollen wir das wissen ? Wenn zwei leibliche Vetter einen 'mismatch' zeigen, muß die Oma oder eine der beiden Mütter, bewußt oder nicht, einen unehelichen Sohn zur Welt gebracht haben. Das ist eine Wissenschaft die nicht fröhlich macht, also rate ich stärkstens davon ab. Dieses aus dem Grund, daß ich die 'Kontrolltests' mit Personen ausgeführt habe, deren gemeinsamer Vorfahr acht oder zehn Generationen zurück liegt. Falls dann ein 'mismatch' rauskommt, ist die Ursache unmöglich festzustellen und kann man Niemanden in Verdacht haben.

Aber der Erfolg hat mich ermutigt das 'Nachname-Projekt' noch weiter auszubreiten. Möglicherweise gibt es in Frankreich noch Nachkommen von anderen Zweigen der Familie Donche aus Hochsavoyen. Außer in Hochsavoyen gibt es auch in Flandern eine Anzahl Familien mit Namen Donche. Davon ist die Abstammung noch viel weiter zurückgefunden als die der Donches aus Savoyen. Aber ein Zusammenhang wurde bisher nicht gefunden. Da könnte eventuell eine DNA-Untersuchung etwas ans Licht bringen. Ich will darum männliche Träger des Namen 'Donche' in Frankreich und Belgien, die ihre Vorfahren nicht in einen der vier Parentele der Donches aus Hochsavoyen zurückfinden, gerne zur Teilnahme an unserem Nachname Projekt 'Donche' ermuntern.

Außerdem kommen in Frankreich noch zwei Familiennamen vor, die unserem stark ähnlich sind, nämlich 'Donche-Gay' und 'Le Donche'. Auch von diesen Familien möchte ich gerne männliche Nachkommen zur Teilnahme am Nachname Projekt 'Donche' einladen. Wenn bei diesen Untersuchungen etwas zustande kommt, werde ich das auf dieser Seite bekannt geben.

Dank

Schließlich möchte ich gerne den Teilnehmern an der Untersuchung herzlich danken. Obwohl es öfters unsere erste Begegnung war, wurden wir überall herzlich empfangen und wir haben jede Mitwirkung erhalten. Es freut mich sehr, Euch jetzt zu meinen (entfernten) Neffen und zu meinen Freunden rechnen zu können. Aber ich danke besonders Monique, die als Frau nicht an der Untersuchung teilnehmen konnte, aber trotzdem dazu einen wesentlichen Beitrag geliefert hat.

Monique Donche.


Monique ist geboren im Jahre 1943 und wohnt in Viuz en Sallaz. Sie ist Lehrerin im Ruhestand. Sie ist unverheiratet.

Sie gehört zum Zweig Donche aus St. Jean de Tholome, der zurück geht auf Joseph Donche dit Baron, geboren rund 1696.



Gouda, Juli 2011

Peter Danz